Was ist das Hausgeld?
Das Hausgeld ist ein monatlicher Betrag, den Wohnungseigentümer an die Verwaltung der WEG zahlen. Es dient dazu, die gemeinschaftlichen Kosten zu decken, die durch die Nutzung und den Erhalt der Immobilie entstehen. Dabei unterscheidet es sich von Nebenkosten, die direkt dem Mieter berechnet werden können, wenn die Wohnung vermietet ist.
Das Hausgeld ist eine Vorauszahlung und wird in der jährlichen Eigentümerversammlung anhand des Wirtschaftsplans festgelegt. Es umfasst sowohl laufende Kosten als auch Rücklagen für zukünftige Instandhaltungsmaßnahmen.
Welche Kosten deckt das Hausgeld ab?
Das Hausgeld beinhaltet:
- Betriebskosten: Dazu gehören Kosten für Wasser, Abwasser, Müllabfuhr, Allgemeinstrom, Versicherungen (z. B. Gebäudeversicherung) und Hausmeisterdienste.
- Instandhaltungskosten: Rücklagen für größere Reparaturen oder Modernisierungen des Gemeinschaftseigentums.
- Verwaltungskosten: Gebühren für die Hausverwaltung und weitere administrative Aufgaben.
Nicht alle Posten des Hausgelds können auf Mieter umgelegt werden – hierzu zählt beispielsweise die Rücklage für Instandhaltung.
Wie wird das Hausgeld berechnet?
Die Höhe des Hausgelds hängt von mehreren Faktoren ab, darunter:
1. Größe der Wohnung: Die Kosten werden meist nach dem Verhältnis der Miteigentumsanteile auf die Eigentümer verteilt.
2. Wirtschaftsplan: Die Verwaltung erstellt jährlich einen Plan, der die erwarteten Kosten für das kommende Jahr zusammenfasst.
3. Rücklagenbedarf: Je älter das Gebäude, desto höher fallen oft die Rücklagen aus.
Die endgültige Abrechnung erfolgt nach Ablauf des Wirtschaftsjahres auf Basis der tatsächlich angefallenen Kosten.