Was ist eine Hypothek?
Eine Hypothek ist ein Grundpfandrecht, das als Sicherheit für ein Darlehen dient. Wenn Sie eine Immobilie kaufen und dafür ein Darlehen aufnehmen, lässt sich die Bank in der Regel ein Grundpfandrecht im Grundbuch eintragen – die Hypothek.
Sie als Eigentümer bleiben im Grundbuch eingetragen, aber die Bank erhält das Recht, die Immobilie zu verwerten (z. B. zu versteigern), falls das Darlehen nicht zurückgezahlt wird.
Hypothek vs. Grundschuld – ein häufiges Missverständnis
In der Praxis wird heute meist die Grundschuld statt der klassischen Hypothek verwendet, weil sie flexibler ist. Der Begriff „Hypothek“ wird jedoch im allgemeinen Sprachgebrauch weiterhin als Synonym für Immobilienkredite genutzt.
Wie funktioniert eine Hypothek in der Praxis?
1. Der Weg zur Hypothek
Wenn Sie eine Immobilie finanzieren möchten, gehen Sie in der Regel wie folgt vor:
Sie suchen eine passende Finanzierung (z. B. über eine Bank oder einen Finanzierungspartner von Möwe Immobilien).
Sie schließen einen Kreditvertrag ab – z. B. über 250.000 Euro mit 20 Jahren Laufzeit.
Zur Sicherheit wird eine Hypothek auf Ihre Immobilie eingetragen.
2. Die Rückzahlung
Die Rückzahlung erfolgt in der Regel über monatliche Raten, die sich aus Zins und Tilgung zusammensetzen.
Tipp: Je höher Ihre Tilgungsrate, desto schneller sind Sie schuldenfrei – und desto weniger Zinsen zahlen Sie über die Laufzeit.
Welche Arten von Hypotheken gibt es?
1. Annuitätendarlehen – der Klassiker
Die am häufigsten genutzte Form ist das Annuitätendarlehen. Hier zahlen Sie über die gesamte Laufzeit eine gleichbleibende monatliche Rate.
Mit jeder Zahlung steigt der Tilgungsanteil, der Zinsanteil sinkt.
Vorteil: Gute Planbarkeit und einfache Kalkulation.
2. Festhypothek mit fester Zinssicherheit
Bei einer Festhypothek wird der Zinssatz über einen festen Zeitraum (z. B. 10, 15 oder 20 Jahre) garantiert.
In Zeiten niedriger Zinsen ist das besonders attraktiv – Sie sichern sich langfristig günstige Konditionen.
3. Variable Hypothek
Hier passt sich der Zinssatz regelmäßig an den Markt an. Das kann Vorteile bei sinkenden Zinsen bringen, birgt aber auch Risiken.
Eher geeignet für erfahrene Immobilienkäufer oder flexible Finanzierungen.