Was ist die Mietpreisverordnung?
Die Mietpreisverordnung ist eine rechtliche Grundlage, die den Mietpreisschutz in Deutschland regelt. Sie soll verhindern, dass Mieten in angespannten Wohnungsmärkten unverhältnismäßig stark steigen. Dazu werden verschiedene Mechanismen genutzt, darunter:
- Begrenzung der Mieterhöhung bei Neuvermietungen
- Orientierung an ortsüblichen Vergleichsmieten
- Festlegung von Mietobergrenzen
Die wichtigsten Regelungen der Mietpreisverordnung
1. Die Mietpreisbremse
Ein zentrales Element der Mietpreisverordnung ist die Mietpreisbremse. Diese besagt, dass die Miete bei einer Neuvermietung in bestimmten Gebieten maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf. Ausnahmen bestehen jedoch für Neubauten oder umfassend modernisierte Wohnungen.
2. Begrenzung von Mieterhöhungen
Neben der Mietpreisbremse gibt es Regelungen zur Begrenzung von Mieterhöhungen während eines laufenden Mietverhältnisses. Diese dürfen in einem Zeitraum von drei Jahren maximal um 20 % steigen – in einigen Bundesländern sogar nur um 15 %.
3. Kappungsgrenzenverordnung
Die Kappungsgrenzenverordnung ist eine ergänzende Regelung, die in besonders angespannten Wohnungsmärkten gilt. Sie reduziert die zulässige Mieterhöhung innerhalb von drei Jahren auf maximal 15 %.
4. Ausnahmefälle
Es gibt einige Ausnahmen, bei denen die Mietpreisverordnung nicht greift, darunter:
- Neubauten, die nach dem 1. Oktober 2014 fertiggestellt wurden
- Wohnungen, die umfassend saniert wurden
- Vermietung von möblierten Wohnungen